Methodik nach Land (2026)

Für 13 Länder steht die Methodik auf Deutsch zur Verfügung: welches Modell gerechnet wird, welche Sätze und Grenzwerte gelten, aus welchen amtlichen Quellen sie stammen, was bewusst nicht abgebildet ist und wie das Ergebnis geprüft wurde.

Die Länder im Einzelnen

LandSteuerjahrAnnahmen
Belgien 2026 ledig, ohne Unterhaltsberechtigte, 7 % Gemeindezuschlag, Werkbonus nicht berücksichtigt
Dänemark 2026 Kommunalsteuer zum Landesdurchschnitt, ohne Kirchensteuer, ohne Skatteloft
Deutschland 2026 ledig (Steuerklasse I), gesetzliche Krankenversicherung, keine Kirchensteuer
Japan 2026 unter 40 Jahre, Krankenversicherungssätze Tokio, ohne Bonus, Einwohnersteuer im Dauerzustand
Luxemburg 2026 Steuerklasse 1, gebietsansässig, Standardpauschalen und Arbeitnehmer-Steuerkredit
Niederlande 2026 unter AOW-Alter, ohne 30-Prozent-Regelung, Brutto inklusive Urlaubsgeld
Norwegen 2026 17 bis 69 Jahre, Regeln für das Festland, Standardwert beim Minstefradrag
Österreich 2026 14 Bezüge (13. und 14. mit 6 %), Angestellte, außerhalb Wiens
Schweden 2026 unter 66 Jahre, Kommunalsteuer zum Landesdurchschnitt, ohne Kirchenabgabe
Schweiz 2026 ledig, Zürich (Stadt), 35 Jahre, inklusive 1 % NBU-Annahme und BVG-Arbeitnehmerhälfte
Singapur YA 2027 Staatsangehörige und PR unter 55, voller CPF (20 % Arbeitnehmer), Freibeträge für Arbeitseinkommen und CPF
USA 2026 ledig, nur Bundessteuer (die Steuer der Einzelstaaten reicht von 0 bis über 13 %)
Vereinigtes Königreich 2026/27 England, Wales und Nordirland, Steuercode 1257L, ohne Studienkredit und Altersvorsorge

Die Annahmen in der Tabelle sind die Voreinstellung. In den Rechnern selbst lassen sich Steuerklasse, Krankenversicherung, Bundesland oder Kanton und weitere Angaben ändern, und das Ergebnis verschiebt sich dadurch oft stärker als durch den Ländervergleich.

Wie diese Seiten entstehen

Grundlage sind die Veröffentlichungen der zuständigen Verwaltung des jeweiligen Landes, nicht Zusammenfassungen Dritter. Das ist kein Formalismus: Zusammenfassungen übernehmen Vorjahreswerte, lassen Übergangsregeln weg und widersprechen sich. Wo zwei Quellen nicht übereinstimmten, steht auf der betreffenden Seite, welcher gefolgt wurde und warum.

Jeder Rechenkern ist durch Testfälle abgesichert, die vor jeder Veröffentlichung laufen. Wo die Verwaltung einen eigenen Rechner oder Beispielfälle bereitstellt, etwa das BMF in Österreich oder die ESTV in der Schweiz, wird dagegen geprüft und die Abweichung auf der Methodikseite genannt.

Was bewusst fehlt

Jede Methodikseite hat einen Abschnitt zu den Lücken, und der ist Absicht. Ein Rechner, der eine Regel nicht abbildet und das nicht sagt, wirkt für die Betroffenen einfach falsch. Genannt wird deshalb ausdrücklich, was nicht gerechnet wird, vom belgischen Werkbonus über das dänische Skatteloft bis zu Sachbezügen und Pendlerpauschalen.

Weitere Methodikseiten

Wie die Ländervergleiche selbst rechnen, also Gehaltsstufen, Wechselkurse und das gleichwertige Bruttogehalt, steht in der Methodik des Gehaltsvergleichs. Länder, die nur im englischen Teil vorkommen, haben ihre Methodik in der englischen Methodikübersicht.

Häufige Fragen

Für welche Länder gibt es die Methodik auf Deutsch?

Für die 13 Länder, die auf den deutschsprachigen Seiten vorkommen: Deutschland, Österreich, die Schweiz, das Vereinigte Königreich, die USA, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Schweden, Norwegen, Dänemark, Japan und Singapur. Für Länder, die nur im englischen Teil des Angebots auftauchen, etwa Irland, Malta, Kanada, Australien und Neuseeland, gibt es die Methodik bislang nur auf Englisch.

Was steht auf einer Methodikseite?

Welches Modell gerechnet wird, also welche Annahmen gelten, welche Sätze und Grenzwerte des Steuerjahres verwendet werden, woher sie stammen, was bewusst nicht abgebildet ist, und wie das Ergebnis geprüft wurde. Die Seiten nennen ihre Lücken ausdrücklich, weil eine nicht genannte Lücke der Grund dafür ist, dass ein Rechner falsch wirkt.

Woher kommen die Werte?

Aus den Veröffentlichungen der jeweils zuständigen Verwaltung, nicht aus Zusammenfassungen Dritter. Jede Methodikseite nennt die verwendeten Dokumente. Wo zwei Quellen sich widersprachen, steht auf der Seite, welcher gefolgt wurde und warum.

Stand 05.11.2026.