Lohnabzüge in der Schweiz: jede Zeile erklärt (2026)

Vom Schweizer Bruttolohn gehen 2026 ab: AHV/IV/EO 5,3 %, ALV 1,1 % (bis 148'200 CHF), die NBU (Prämie legt der Unfallversicherer je nach Risikoklasse fest), Ihre Pensionskasse nach Altersband und je nach Vertrag eine KTG-Prämie. Ordentlich veranlagte Personen zahlen die Steuern separat per Rechnung. Bei 90'000 CHF in Zürich bleiben so netto CHF 70'505.

Die Sozialversicherungen auf der Abrechnung

AbzugSatz 2026Bei 90'000 CHF
AHV/IV/EO5,3 %, ohne ObergrenzeCHF 4'770
ALV1,1 % bis 148'200CHF 990
NBU (Nichtberufsunfall)Annahme 1 %, je nach Versicherer und RisikoklasseCHF 900
BVG (Pensionskasse)Altersgutschrift, Ihre HälfteCHF 3'177

Der Arbeitgeber zahlt bei AHV/IV/EO und ALV denselben Beitrag nochmals und bei der Pensionskasse mindestens die Hälfte. Das Solidaritätsprozent auf hohen Löhnen bleibt auch 2026 abgeschafft.

Warum der BVG-Abzug mit dem Alter steigt

Die gesetzlichen Altersgutschriften betragen 7 % des koordinierten Lohns mit 25 bis 34, dann 10 %, 15 % und ab 55 sogar 18 %. Koordiniert ist der Lohn zwischen Eintrittsschwelle und Obergrenze nach Abzug von 26'460 CHF Koordinationsabzug. Viele Kassen versichern darüber hinaus (Überobligatorium) und erheben Risiko- und Verwaltungsbeiträge, deshalb ist der echte Abzug oft höher als das gesetzliche Minimum, das unser Lohnrechner ausweist.

KTG: der Vertragsabzug

Die Krankentaggeldversicherung ist freiwillig, aber verbreitet; üblich ist, dass Arbeitgeber und Belegschaft sich die Prämie teilen. Der Anteil der Angestellten liegt in der Praxis oft bei etwa 0,3 bis 1 % des Lohns. Ob und wie viel, steht im Arbeitsvertrag oder Personalreglement.

Und die Steuern?

Schweizerinnen, Schweizer, C-Bewilligte und mit ihnen verheiratete Personen zahlen die Einkommenssteuer nicht über den Lohn, sondern per Rechnung nach der Steuererklärung, am besten monatlich zurückgelegt. Die übrigen ausländischen Angestellten ohne C-Bewilligung werden an der Quelle besteuert, direkt im Lohnabzug; über 120'000 CHF wird weiter an der Quelle abgezogen, und danach folgt zwingend die nachträgliche ordentliche Veranlagung. Wie stark die Kantone auseinanderliegen, zeigt der Kantonsvergleich: Im teuersten Hauptort (Neuenburg) ist die Steuer bei 60'000 CHF etwa 4,7-mal so hoch wie im günstigsten (Zug), bei 100'000 CHF etwa 3,4-mal (Neuenburg gegenüber Zug).

Der 13. Monatslohn

Verbreitet, aber anders als in Österreich nicht begünstigt: der 13. Monatslohn wird wie normaler Lohn abgerechnet und besteuert. Ein Jahresgehalt "inklusive 13." teilen Sie für den Monatsvergleich durch 13, nicht durch 12.

Häufige Fragen

Warum fehlt die Krankenkasse auf der Lohnabrechnung?

Die obligatorische Krankenpflegeversicherung läuft privat: Sie zahlen die Prämie direkt an Ihre Kasse, im Schnitt einige hundert Franken im Monat. Sie ist kein Lohnabzug und darum auch nicht im Nettolohn enthalten.

Was ist der Unterschied zwischen BU und NBU?

Die Berufsunfallversicherung zahlt immer der Arbeitgeber. Die Nichtberufsunfallversicherung dürfen Arbeitgeber ab 8 Wochenstunden vom Lohn abziehen, der Satz hängt von der Branche ab.

Stimmen die 5,3 % AHV auch für hohe Löhne?

Ja, die AHV/IV/EO kennt keine Beitragsobergrenze. ALV und NBU stoppen bei 148'200 CHF versichertem Verdienst. Beim BVG ist der gesetzlich versicherte Lohn auf 90'720 CHF begrenzt (koordinierter Lohn höchstens 64'260 CHF); darüber hinaus versichern viele Kassen überobligatorisch.

Ansätze 2026 gemäss AHV/IV-Merkblättern und BVG-Kennzahlen; Beispiel mit unserer getesteten Engine berechnet. Zuletzt aktualisiert am 2026-11-04.