BVG Berufliche Vorsorge Schweiz 2026

Das BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge) bildet die 2. Säule des Schweizer Dreisäulensystems. Der Koordinationsabzug 2026 beträgt CHF 26'460, die Eintrittsschwelle CHF 22'680. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen je die Hälfte der Altersgutschrift.

Kenngrössen 2026 auf einen Blick

KennzahlBetrag 2026
EintrittsschwelleCHF 22'680
KoordinationsabzugCHF 26'460
Obere LohngrenzeCHF 90'720
Maximaler versicherter Lohn (UPPER minus KOORD)CHF 64'260
Minimaler versicherter Lohn (= ENTRY minus KOORD)CHF-3'780

Versicherter Lohn (koordinierter Lohn)

Der versicherte Lohn (auch koordinierter Lohn genannt) ergibt sich aus dem AHV-Lohn minus Koordinationsabzug. Er kann minimal CHF-3'780 und maximal CHF 64'260 betragen. Liegt der Jahreslohn unter CHF 22'680, besteht keine BVG-Pflicht.

Viele Pensionskassen verwenden im Überobligatorium einen tieferen oder gar keinen Koordinationsabzug, um auch niedrigere Einkommensanteile besser abzusichern.

Altersgutschriften nach Altersgruppe

Die Altersgutschriften sind Prozentsätze des versicherten Lohns, die jährlich dem Altersguthaben gutgeschrieben werden. Sie steigen mit dem Alter.

Altersgruppe Satz Altersgutschrift bei vers. Lohn CHF 60'000 Davon Arbeitnehmeranteil (50%)
25 bis 34 7 % CHF 4'200 CHF 2'100
35 bis 44 10 % CHF 6'000 CHF 3'000
45 bis 54 15 % CHF 9'000 CHF 4'500
55 bis 65 (M) / 64 (F) 18 % CHF 10'800 CHF 5'400

Abzüge nach Bruttolohn (Altersgruppe 35 bis 44)

Bruttolohn Versicherter Lohn Altersgutschrift (10%) Arbeitnehmeranteil
CHF 50'000 CHF 23'540 CHF 2'354 CHF 1'177
CHF 80'000 CHF 53'540 CHF 5'354 CHF 2'677
CHF 100'000 CHF 64'260 CHF 6'426 CHF 3'213
CHF 120'000 CHF 64'260 CHF 6'426 CHF 3'213

Einfluss des Alters auf die Abzüge bei CHF 100'000 Bruttolohn

Altersgruppe (Repräsentant) Satz Altersgutschrift Arbeitnehmeranteil
25 bis 34 7 % CHF 4'498 CHF 2'249
35 bis 44 10 % CHF 6'426 CHF 3'213
45 bis 54 15 % CHF 9'639 CHF 4'820
55 bis 65 18 % CHF 11'567 CHF 5'784

Die Arbeitgeberseite muss mindestens die gleiche Summe wie der Arbeitnehmer einzahlen. Viele Pensionskassen leisten einen höheren Arbeitgeberbeitrag, was als Teil des Gesamtpakets beim Gehaltsvergleich berücksichtigt werden sollte.

Unterschied BVG-Obligatorium und Überobligatorium

Das BVG-Obligatorium deckt versicherte Löhne bis CHF 64'260 ab. Viele Pensionskassen versichern auch darüber hinausgehende Lohnteile freiwillig (Überobligatorium). Im Überobligatorium können Pensionskassen eigene Umwandlungssätze, Koordinationsabzüge und Altersgutschriften festlegen, was zu einer grossen Bandbreite zwischen verschiedenen Arbeitgebern führt.

Häufige Fragen

Wer ist nicht BVG-pflichtig?

Arbeitnehmer, deren Jahreslohn die Eintrittsschwelle von CHF 22'680 nicht erreicht, sind nicht obligatorisch BVG-versichert. Ebenso Selbstständige (freiwilliger Anschluss möglich) und Personen mit befristeten Verträgen unter drei Monaten. Arbeitgeber können einen tieferen Eintrittslohn oder den Verzicht auf den Koordinationsabzug im Reglement vorsehen.

Was ist der Unterschied zwischen BVG-Minimum und Überobligatorium?

Das BVG-Obligatorium gilt für versicherte Löhne bis zur oberen Lohngrenze von CHF 90'720. Viele Pensionskassen versichern darüber hinaus auch höhere Löhne im Rahmen des Überobligatoriums. Die Altersgutschriften und Umwandlungssätze können dort von den gesetzlichen Mindestvorschriften abweichen.

Wie hoch ist der Umwandlungssatz und was bedeutet er?

Der gesetzliche Mindestumwandlungssatz für das BVG-Obligatorium beträgt 6,8% des angesparten Altersguthabens. Daraus errechnet sich die jährliche BVG-Rente. Bei einem Alterskapital von CHF 300'000 ergibt das eine jährliche Rente von CHF 20'400. Viele Pensionskassen wenden im Überobligatorium tiefere Umwandlungssätze an.

Quelle: BSV BVG-Kenngrössen 2026, BVG Art. 8 (Koordinationsabzug), Art. 16 (Altersgutschriften). Alle Beträge für das Obligatorium; Überobligatorium kann abweichen. Stand: 2026-11-04.